Phantastisch, verspielt, akrobatisch

Es war die ganze musikalische Bandbreite und noch viel mehr: Das circensische Jubiläumsprojekt «Rondonello» der Musikschule Romanshorn hat alle begeistert. Die Kinder sorgten für einige Überraschungen.
11. Mai 2015, 02:40
MARKUS BÖSCH

ROMANSHORN. Es brauchte viel Mut, Phantasie, Arbeit und Talente, um die Idee zum gelungenen Projekt werden zu lassen: Mit dem Zirkus Rondonello hat sich die örtliche Musikschule ein Geschenk zum 40-Jahr-Jubiläum gemacht und gleichzeitig die Beteiligten und Besucher über die Massen begeistert. «Es ist sozusagen ihr zweites Kind und die Geburt ist ausserordentlich gut gegangen. Zusammen mit den Lehrkräften, dem Team um Lucas Pepe Cadonau vom Zirkus Balloni hat die Schulleiterin Julia Kräuchi ihrer Musikschule ein besonderes Geburtstagsgeschenk gemacht», lobte Präsident Ruedi Meier das Engagement.

Grosser Applaus

Drei Aufführungen waren angesagt im Zirkuszelt am Hafen – und die Leute kamen in Scharen: Die beiden Abendvorstellungen waren ausgebucht, diejenige am Nachmittag zum grössten Teil – insgesamt kamen gegen tausend Besucher in den Genuss einer phantastischen und verspielten Zirkusshow. Die 200 Kinder traten auf als Clowns, am Trapez, mit Feuer und Jonglierbällen, als Gaukler und Zauberer, mit Leiter und UV-Licht, mit Geigen und Flöten, als Raubtiere und Pferde verkleidet. Im Hinter- und im Vordergrund sorgten verschiedene Bands für die richtige Zirkusatmosphäre. Und mit jeder neuen Nummer sorgten die Artisten, Tänzerinnen und Musikerinnen für neue Überraschungen und sie alle erhielten gebührenden und langanhaltenden Applaus.

In ihren Gesichtern war die Anspannung zu sehen, vor allem aber ihre Freude und ihr Spass an der Sache und an ihrem Auftritt. Und so waren es zum einen die 3- bis 20jährigen Akteure in und neben der Manege, die ihren Teil mit Bravour meisterten, anderseits waren die Leistungen im Hintergrund ebenso spür- und sichtbar: Lucas Pepe Cadonau hatte mit dem Zirkusteam Balloni die Musikschule während 12 Monaten professionell und einfühlsam begleitet, zahlreiche Frauen hatten die Kinder für ihre Darbietungen eingekleidet und geschminkt.

Und nicht zuletzt sorgten Kliby und Caroline für manchen Lacher am Freitag und Samstag. Einen überraschenden Jubiläumspunkt setzte Arianne Zech mit Hund und Querflöte.

Musik öffnet Universen

Stadtammann David H. Bon hatte vorgängig die Musikschule als Ort bezeichnet, an dem die Menschen das Universum der Musik entdecken können – und dies sollte ganz konkret wahr werden im Zirkuszelt. Dabei traten die Kinder durchwegs als Gruppen und Ensembles ins Scheinwerferlicht: Im gemeinsamen Springen, Tanzen, Musizieren, Sichbewegen präsentierten sie sich und ihre Choreographien. Die Kinder setzten mit ihrer je eigenen Präsenz und ihrem Mittun für das Ganze Glanzlichter in diesem Projekt und für die Musikschule. Sie wurden damit zu eigentlichen Geburtstagskerzen für diese wohl einmalige Jubiläumsfeier.


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