Böötler entrümpeln Ufer

ARBON ⋅ Meist sieht man die Kapitäne in ihren Booten im Hafen oder auf dem See. Am vergangenen Samstag waren sie bei garstigstem Wetter am Ufer unterwegs und sammelten dort Abfall ein. Sie füllten über 60 Säcke.
20. März 2017, 07:33
Dominique Roland Lambert

Dominique Roland Lambert

arbon@thurgauerzeitung.ch

Just auf letzten Samstag fiel das Thermometer um gute zehn Grad, und zudem öffnete der Himmel seine Pforten. Kälte und Nässe zum Trotz trafen sich beim Arboner Hafen an die 50 Böötlerinnen und Böötler, um aufzuräumen. Der Auftrag war klar: Am Ufer den Abfall sammeln und Schwemmholz auftürmen, sodass es von den Mitarbeitenden des Werkhofs entsorgt werden kann. Die Mitglieder des ältesten Motorbootclubs am Bodensee, des Schweizerischen Motorbootclubs (SBM), sowie des Yacht- Clubs Arbon (YCA) teilten sich in drei Gruppen auf, die zwischen der Badi und der Grenze zu Steinach unterwegs waren.

Kaum Glas, aber viele Zigarettenstummel

Die Stadt Arbon unterstützte die Böötler mit einem finanziellen Zustupf in die Clubkasse, stellte die benötigten Werkzeuge zur Verfügung und war für die Entsorgung der zusammengetragenen Abfälle und des Schwemmholzes besorgt.

Das kalte und nasse Wetter vermochte den Freizeitkapitänen den Enthusiasmus nicht zu nehmen: Voller Tatendrang strömten sie aus und nahmen Meter für Meter unter die Lupe. Knappe drei Stunden später hatten sie eine beachtliche Menge an Abfall gesammelt: Alles zusammen 2240 Liter (64 Säcke à 35 Litern).

Auffällig war, dass das Ufer wider Erwarten, jedoch zur grossen Freude der Böötler, in einem recht guten Zustand war, was den Abfall angeht. Erfreulich auch, wie wenig zerschlagenes Glas aufgehoben werden musste. Bedenklich hingegen die immensen Mengen an achtlos weggeworfenen Zigarettenstummeln.

Die für den Abschnitt zwischen Hafen und Badi zuständige Gruppe sammelte zusätzlich beachtliche Mengen an Schwemmholz. Dabei war auch ein Baumstamm, der alleine an die hundert Kilogramm gewogen haben dürfte.

Nach der Uferputzete hörte es auf zu regnen. Die Helfer trafen sich in den Räumlichkeiten des befreundeten Seeclubs Arbon. Dort hatten Mitarbeiter der «Seelust» bereits ein Znachtbuffet aufgetischt und offerierten allen einen Dessert – ihr Beitrag an die Aktion.

Wird der Anlass wiederholt? «Das ist sicher eine Überlegung wert», sagte SBM-Präsident Reto Arpagaus mit einem Augenzwinkern.


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