Ein Auftakt nach Mass

BISCHOFSZELL ⋅ Glück, Glückwünsche und ein glücklicher Gewinner. An der traditionellen Neujahrsbegrüssung im Rathaus drehte sich fast alles darum.
04. Januar 2018, 07:59
Barbara Hettich

Barbara Hettich

bischofszell@thurgauerzeitung.ch

Im Namen des Stadtrates durfte Stadtpräsident Thomas Weingart am ersten Tag des Jahres 2018 an die 100 Bischofszellerinnen und Bischofszeller im Bürgersaal des Rathauses begrüssen. Zu den neuen Gesichtern in der Rosenstadt gehören Sonja Elina und Rainer Griefahn, ein neu zugezogenes Musikerpaar, das am Hofplatz ein Klanginstitut betreibt.

Am vergangenen Montagnachmittag umrahmten die beiden Einwohner den Neujahrs- apéro mit mehr oder weniger ungewöhnlichen Instrumenten wie Hang, Gubal oder Saxofon, denen sie wohlklingende Melodien und sanfte Rhythmen zu entlocken wussten.

Unterschiedliche Bräuche beim Jahreswechsel

Am ersten Tag eines neuen Jahres wünscht man sich – einem alten Brauch entsprechend – gegenseitig Glück. «Ich hoffe, der Start ins junge Jahr ist Ihnen denn auch geglückt», sagte Thomas Weingart, und anstelle einer Ansprache veranstaltete der Bischofs- zeller Stadtpräsident ein kleines Quiz respektive ein Neujahrsglückspiel. Er servierte seinen Einwohnern Fragen rund um Silvesterbräuche und dazu zwei mögliche Antworten. Wer richtig lag, kam eine Runde weiter.

Die Reihen der möglichen Gewinner lichteten sich in der Folge ziemlich rasch. Oder hätten Sie gewusst, in welchem Land man an Silvester Punkt Mitternacht von einem Stuhl oder Tisch ins neue Jahr springt oder wo es Brauch ist, um Mitternacht mit einem leeren Koffer einmal um das Haus zu laufen? Nach Frage Nummer fünf befanden sich noch zwei Kandidaten im Rennen: Manfred Kreis und Stadtrat Boris Binzegger. Kreis war schliesslich der Glückliche. Er tippte bei der entscheidenden Frage, wo man sich an Silvester und Neujahr traditionell in Weiss kleidet, um einen reinen Start ins neue Jahr zu symbolisieren, auf Brasilien und nicht auf den mittelameri- kanischen Staat Honduras.

«Sie sind ein Glückspilz», stellte Thomas Weingart fest, gratulierte Manfred Kreis und überreichte ihm ein Küchenbrettli mit eingravierter Silhouette der Stadt Bischofszell. «Das ist ein gutes Omen für das neue Jahr», freute sich der mit dem meisten Glück und Wissen gesegnete Bischofszeller. Bei Wettbewerben habe er normalerweise nicht so viel Glück, im Leben habe er bisher aber schon Glück gehabt, verriet Manfred Kreis.