Mit der Mondfinsternis ist Schluss

AMRISWIL. Ein wenig müde sind sie schon, die Mitglieder des aktuellen Vollmondbar-Teams von Amriswil. Am Mittwoch hängen sie ihre Schürzen an den Nagel und blicken auf sieben bewegte Jahre zurück.
14. Juni 2011, 07:07
Rita Kohn

Sie haben sich einen besonderen Moment ausgesucht, um aufzuhören. Wenn am Mittwochabend, 13 Minuten nach zehn, der Mond für ein paar Sekunden verschwindet, ist das zweite Vollmondbar-Team Geschichte. Dann nämlich werden die sechs Teammitglieder ihre Schürzen ausziehen und die Geschicke der Bar in die Hände des neuen Teams um Monika und Urs Krattiger legen.

Sie gehen mit leichtem Herzen. «Wir sind froh, dass die Vollmondbar weiter geführt wird», sagt Susanne Mötteli. Das lässt die Teammitglieder mit einem Lächeln von der Vollmondbühne abtreten. «Sieben Jahre sind genug. Trotzdem ist es ein seltsames Gefühl, jetzt aufzuhören», sagt Andreas Müller.

Als Team funktioniert

Neben unzähligen guten Begegnungen nehmen die sechs – Andreas Müller, Patricia Spirig Müller, Bettina Spirig, Susanne Mötteli, Daniela Schwendener und Alan Corkovic – auch das Wissen mit, durch diesen Einsatz auf eine spezielle Art zusammengewachsen zu sein. «Es ist schön, dass wir als Team funktioniert haben», stellt Susanne Mötteli fest.

Das ist auch der Grund, weshalb alle gemeinsam aufhören. Sie könnten sich nicht vorstellen, in einer anderen Zusammensetzung im Einsatz zu stehen. Sie wollen die Vollmondbar hin und wieder gemeinsam besuchen.

Einige Überraschungen

Ihren letzten offiziellen Abend als Vollmondbar-Team wollen die sechs Mitglieder nutzen, um den treuen Gästen der Vollmondbar für ihre Treue zu danken. Entsprechend bunt ist der Abend denn auch gestaltet. «Wir haben schon ab 19 Uhr Live-Musik», verrät Susanne Mötteli. Auf der Bühne stehen abwechselnd zwei Bands: «Monsieur Brisebard» und «Rumble Fish», letztere haben sich für den Abschied des Vollmondbar-Teams und fürs Strassenfest noch einmal zusammengefunden. Auch kulinarisch werden am Mittwoch einige Höhepunkte geboten.

Später merken

Noch einmal wird sich das Team voller Elan an die Arbeit machen. «Wir werden wohl erst nachher richtig merken, dass es das letzte Mal war», sagt Daniela Schwendener und auch Susanne Mötteli erklärt: «Jetzt ist die Freude auf das Fest am Mittwoch erst einmal grösser.»

Später wird Zeit bleiben, auf die Vollmonde der letzte sieben Jahre zurückzublicken. «Es war immer schön», ist sich das Team einig. Selbst wenn im Winter nur wenige Leute kamen und die Finger klamm wurden. Am schönsten waren aber trotzdem die lauen Sommernächte.

Im Notfall unter Dach

Am Mittwoch wird die Vollmondbar bei Bedarf von einem Grundprinzip abweichen: Sollte der Abschied des Teams verregnet werden, geht's für einmal unters schützende Dach des Kulturforums. «Damit wir alle im Trockenen feiern können.»


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