Tagblatt Online, 15. Februar 2012 08:47:00
Zwei Neue für Feuerwehr-Vorstand
Zwei Rücktritte – zwei Neue im Vorstand: (von links) Armin Grob übergibt sein Amt als Technischer Leiter an Jürg Walt, Christian Hildebrand wird als Kassier Nachfolger von Hanspeter Schweizer. (Bild: Elisabeth Scherrer)
EBNAT-KAPPEL. Im Mittelpunkt der Delegiertenversammlung des Feuerwehrverbandes Toggenburg stand am Freitagabend die Nachfolge der zurücktretenden Vorstandsmitglieder Hanspeter Schweizer und Armin Grob. Neu in den Vorstand gewählt wurden Christian Hildebrand und Jürg Walt.
ELISABETH SCHERRER
Für das laufende Feuerwehr-Jahr ist der Vorstand des Feuerwehrverbandes Toggenburg nach der Neuwahl von Christian Hildebrand als Kassier und Jürg Walt als Technischer Leiter bestens gerüstet. Hanspeter Schweizer hatte während 28 Jahren in Hemberg Feuerwehrdienst geleistet und zuerst im Neckertaler Feuerwehrverband, und nach der Fusion im Feuerwehrverband Toggenburg als Kassier mitgewirkt. Armin Grob kann auf 29 Jahre aktiven Feuerwehrdienst zurückblicken. Er war seit 1998 zuerst im Neckertal und nachher ebenfalls im Feuerwehrverband Toggenburg als Technischer Leiter im Einsatz. Allein in dieser Funktion investierte er rund 330 Kurstage zugunsten der Ausbildung für die Angehörigen der Feuerwehr. Neben den beiden Neugewählten sind Peter Zentner als Präsident sowie Sabine Schmid und Toni Egli für die Geschäfte des Feuerwehrverbandes Toggenburg zuständig.
Mehr Hochwasserschutz
In seinem Jahresbericht erwähnte Peter Zentner, dass die Wehren im vergangenen Jahr zu 282 Einsätzen gerufen worden seien. Dies sind gegenüber dem Vorjahr 44 Einsätze mehr. Trotzdem hätten die Kommandanten das vergangene Jahr als «ruhig» bezeichnet. Einsätze gab es jedoch an den unterschiedlichsten Orten im Bereich der Hochwasserbekämpfung. So habe beispielsweise die Feuerwehr Neckertal in Schönengrund innerhalb von rund sechs Stunden 48 Schadensmeldungen erhalten. Leider hätten im vergangenen Jahr auch Einsätze mit Todesfolge bewältigt werden müssen, welche insbesondere eine Herausforderung an das Kader stellten. «Wir müssen uns dabei immer wieder vor Augen führen, wie damit umgegangen wird, auch im Hinblick, dass junge AdF am Einsatz beteiligt sind. Eine gute und seriöse Nachbearbeitung ist darum unumgänglich und darf nicht vernachlässigt werden», erinnerte Zentner. Deshalb sei es für die Einsatzleiter, vor allem in der Strassenrettung, wichtig, den Debriefing-Kurs zu besuchen. Bezüglich Kurswesen wurden im vergangenen Jahr wie üblich der Kurs für die Neu-Eingeteilten, ein Offiziers-Weiterbildungskurs, sowie ein Unteroffizier-Weiterbildungskurs, ein Annex Kurs und ein Einführungskurs für Motorspritzen durchgeführt.
Nachfolge für GPK gesucht
Die Jahresrechnung schliesst einmal mehr erfreulich ab. Der Verband kann eine Vermögenszunahme von 4000 Franken verbuchen. Veränderungen sind im laufenden Jahr keine zu verzeichnen, was die Mutationen der Sektionen betrifft. Gleich wie bisher wurde auf Antrag des Vorstandes auch der Mitgliederbeitrag belassen. Allerdings hat Christian Rutz aus Stein als Mitglied der Geschäftsprüfung auf nächstes Frühjahr seinen Rücktritt bekannt gegeben. Ein Jahr bleibt Zeit, um die Nachfolge zu regeln.
Besuch der DV ist obligatorisch
Beim Traktandum Anträge wurde von einem Mitglied festgestellt, dass die Delegiertenversammlung als höchstes Instrument des Verbandes zu wenig Beachtung findet. Um dies zu ändern wurde beantragt, dass, falls eine Sektion künftig nicht mit mindestens einem Mitglied an der DV teilnimmt, ein Bussengeld zu bezahlen ist. Diesem Antrag wurde zugestimmt und das Bussengeld auf 200 Franken festgelegt. Ebenfalls bemängelt wurde in der allgemeinen Umfrage die spärliche Teilnahme am jährlich stattfindenden Feuerwehr-Skirennen in Wildhaus. Dies möge sich im Sinne der Kameradschaftspflege doch wieder ändern, war der Wunsch der organisierenden Sektion. Verbindlich festlegen konnte der Präsident das Datum und den Ort der nächsten Delegiertenversammlung, nämlich am 8. Februar 2013 in Lütisburg.
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