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Tagblatt Online, 23. Februar 2012 01:07:00

Schneesportler löst Lawine aus

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Lawine auf der Piste: Am vergangenen Samstag löste ein unbekannter Schneesportler eine Lawine aus, die 100 Meter Piste der Ostabfahrt des Chäserruggs verschüttet hat. (Bild: pd)

UNTERWASSER. Am Samstag hat ein unbekannter Schneesportler, der abseits der Piste unterwegs war, eine Lawine ausgelöst. Diese verschütte eine Piste. Menschen kamen keine zu Schaden. Doch bis dies bekannt war, haben die Rettungskräfte der Alpinen Rettung den Lawinenkegel abgesucht.

SABINE SCHMID

Die grossen Schneefälle in der letzten Woche brachten eine Verschärfung der Lawinengefahr mit sich. Am letzten Samstag stufte das Schweizerische Lawinenforschungsinstitut die Lawinengefahr als «erheblich» ein. Trotzdem wagte sich ein Schneesportler am Samstagmorgen im Gebiet der Ostabfahrt des Chäserruggs neben die Piste. Er löste eine Lawine aus, welche die darunterliegende markierte Skipiste auf einer Länge von rund 100 Metern verschüttete.

Rettung schnell vor Ort

Obwohl der unbekannte Schneesportler gemerkt haben muss, dass sich eine Lawine gelöst hat, hat er niemanden avisiert. Geschätzte zehn Minuten nach dem Abgang hat ein Skifahrer die Lawine bei der Talstation des Skilifts Espen gemeldet. Sofort wurde der Alarm ausgelöst. «Die Mitarbeiter unseres Rettungsdienstes haben die betroffene Piste sofort gesperrt und haben den Lawinenkegel untersucht», schildert Mélanie Eppenberger, Geschäftsführerin der Toggenburg Bergbahnen AG, die ersten getroffenen Massnahmen. Weil nicht bekannt war, ob Personen von der Lawine verschüttet wurden, alarmierten die Mitarbeiter die Rettungskräfte des SAC. Diese suchten mit Hunden und mit der Hilfe von Helikoptern den Lawinenkegel ab. Rund 40 Minuten nach dem Lawinenniedergang war klar, dass keine Menschen zu Schaden gekommen sind.

«Jeder ist verantwortlich»

Mélanie Eppenberger ist froh, dass der Lawinenabgang vom Samstag glimpflich ausgegangen ist. «Die Frage bleibt aber, warum ein Schneesportler bei erheblicher Lawinengefahr ausserhalb der markierten Pisten fährt und mit seiner Unvernunft andere Menschen in Gefahr bringt», sagt sie. Dass der Schneesportler, der die Lawine ausgelöst hat, nicht selbst die Rettungskräfte alarmiert hat, wertet Mélanie Eppenberger als «fehlende Zivilcourage». Auch wenn die Kantonspolizei am Samstag nicht am Schadenplatz in Unterwasser war, ist sie in diesem Fall tätig geworden. «Falls wir diesen Schneesportler eruieren können, muss er mit einem Strafverfahren rechnen. Dann ist auch nicht ausgeschlossen, dass er allenfalls für die entstandenen Kosten aufkommen müsste», erklärt Patrick Wäger vom Mediendienst der Kantonspolizei St. Gallen. «Wir möchten Schneesportler darauf sensibilisieren, dass sie andere Menschen und sich selber gefährden, wenn sie abseits der Piste fahren», betont Patrick Wäger.

Gezielte Sprengungen

Dies ist ganz im Sinne der Toggenburg Bergbahnen. «Wir sind auf die Vernunft unserer Kunden angewiesen. Denn jeder, der abseits der markierten Piste fährt, bringt sich und andere Menschen in Gefahr. Der Gast muss sich der Verantwortung für sein Tun bewusst sein», sagt Mélanie Eppenberger. Ihre Mitarbeiter seien für die Sicherheit auf und unmittelbar neben der Piste besorgt. Dafür nehmen sie an exponierten Hängen gezielte Lawinensprengungen vor. Ihren Mitarbeitern spricht die Geschäftsführerin ein grosses Lob aus, denn sie hätten die Lawinengefahr klar signalisiert. «Und sie haben nach der Alarmmeldung schnell reagiert und den Lawinenkegel nach verschütteten Menschen abgesucht», erklärt sie.





Leser-Kommentare:
1 Beitrag

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matata (23. Februar 2012, 13:07)
Schneesportler löst Lawine aus

Pardon, Was hat das Bild mit dem Lawinenabgang zu tun ? ? ?

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