Tagblatt Online, 16. Februar 2012 09:36:00
Schräge Töne im verschneiten St.Gallen
Warm verpackt starten die begeisterten Fasnächtler am frühen Morgen in der Stadt St.Gallen in den Schmutzigen Donnerstag. (Bild: Urs Bucher)
ST.GALLEN. Guggen, fantasievolle Kostüme und Wolken von Konfetti prägen seit Donnerstagmorgen das Bild in der verschneiten Innenstadt. Fasnächtler und Guggenmusiken bliesen um Punkt 6 Uhr zum traditionellen «Agugge» auf dem Marktplatz.
Mit Pauken und Trompeten ziehen die gut 30 Guggen seither durch die Gassen, um die Passanten zu erheitern und ihre Trommelfelle zu strapazieren. Angesichts der winterlichen Verhältnisse wird auch gerne Zuflucht an der Wärme in Beizen gesucht.Guggen und Schnitzelbänkler
Die St.Galler Fasnacht ist eine Strassen- und Beizenfasnacht. Tagsüber fegen die Guggen durch die Innenstadt, spielen auf extra gezimmerten Freiluftbühnen, und abends geht es weiter in die Gasthäuser. Dort treten auch Schnitzelbänkler auf.
Bilderstrecke: Agugge St.Gallen
Guggen, fantasievolle Kostüme und Wolken von Konfetti prägen am Schmutzigen Donnerstag das Bild in der verschneiten Innenstadt von St.Gallen. Fasnächtler und Guggenmusiken bliesen um Punkt 6 Uhr zum traditionellen «Agugge» auf dem Marktplatz. (Bilder: Urs Bucher)
Höhepunkt: der Föbü-Verschuss
Höhepunkt des närrischen Treibens ist der Föbü-Verschuss am Samstagabend auf dem Blumenmarkt. Dann wird der 39. Ehren-Födlebürger (Föbü) mit einer monströsen Konfetti-Kanone in den Fasnachtshimmel befördert. Wer neuer Föbü wird, ist wie immer ein ziemlich gut gehütetes Geheimnis. Der Titel «Föbü» ist eine Auszeichnung für Stadtbürger mit «Födle» - das heisst Charakter, Mut und Stil. Zum Kreis der Ehren-Föbüs gehören Persönlichkeiten wie der verstorbene frühere Stadtpräsident Heinz Christen, alt Nationalrat Franz Jäger oder der Springreiter Markus Fuchs. (sda)
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