Einen Schritt weiter: Zukunftsbild für St.Fiden liegt vor

ST.GALLEN ⋅ In der Stadt St.Gallen soll das Areal rund um den Bahnhof St.Fiden entwickelt werden. Aus einem breit abgestützten Verfahren entstand eine Testplanung. Nun wurden die Ergebnisse des aufwendigen Prozesses vorgestellt.
07. Dezember 2017, 12:17
An insgesamt fünf Workshops diskutierten Politiker, Fachleute, Interessierte und Anwohner über die Entwicklungsmöglichkeiten des Gebiets zwischen St.Fiden und Heiligkreuz. Daraus entstanden zuerst verschiedene Konzepte, die schliesslich zu einer Synthese zusammengefasst wurden.

Insgesamt zeige sich für das Kerngebiet rund um den Bahnhof St.Fiden ein sehr hohes Entwicklungspotenzial mit verschiedenen Schwerpunkten, heisst es im Communiqué der Stadtplanung vom Donnerstag. So wird das Areal zwischen Olma Messen und Kantonsspital aufgrund der Lage und dem spezifischen Potenzial als Medtech-/ICT-Cluster (Berufsfeld der Informations- und Kommunikationstechnologie) definiert.

 

Hochhäuser geplant

Im Talboden sind Hochhäuser geplant, die die einzelnen Schwerpunktgebiete "akzentuieren und miteinander in Beziehung setzen sollen". Der Lärm der Autobahn beeinflusst die Wohnqualität im Quartier und soll deshalb reduziert werden.

Für die Nordseite ist ein neues Zentrum mit hoher Dichte und Angeboten vorgesehen, die Publikum anziehen. Dies wäre ein geeigneter Standort für ein Hotel. Die Migros soll dort bleiben und "eine wichtige Ankernutzung" bilden.
 

Attraktive Passerelle als Zentrum

Ein zentrales Element ist eine neue Passerelle für den Langsamverkehr. Sie soll die Quartiere, die von Stadtautobahn und Geleisen getrennt sind, miteinander verbinden. Vorgesehen ist "ein attraktiver Ort für Aufenthalt und Begegnung".

Die immer wieder einmal vorgeschlagene vollständige Überdeckung des Areals war im Planungsprozess hingegen kein Thema. Dies aus "ökonomischen, bautechnischen und städtebaulichen Gründen", wie es in der Mitteilung heisst.

Nun sind noch weitere Abklärungen geplant, die schliesslich in einen Masterplan münden, der Ende 2018 vorliegen soll. (sda)

 

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