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Tagblatt Online, 17. Februar 2012 01:05:00

Rote Zahlen wurden schwarz

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Zufrieden: Gemeindepräsident Thomas Würth (links) und Schulpräsident Andreas Gehrig präsentieren die Jahresrechnung 2011. Sie weist schwarze statt der erwarteten roten Zahlen aus. (Bild: Lea Müller)

Budgetiert hatte der Goldacher Gemeinderat für das Jahr 2011 ein Defizit von 465 326 Franken. Tatsächlich resultiert nun aber ein Ertragsüberschuss von 655 788 Franken, was einer Besserstellung von 1 121 204 Franken entspricht.

MARIANNE BARGAGNA

GOLDACH. Gemeindepräsident Thomas Würth ist zufrieden. Er kann über einen guten Rechnungsabschluss 2011 informieren: «Wir freuen uns.» Trotzdem: «Der Gewinn ist nicht so goss, dass die Steuern gesenkt werden könnten.» Das war ein Jahr zuvor anders. Damals wurde der Steuerfuss um 2 auf 114 Prozent gesenkt. Und auf dieser Höhe soll er in diesem und auch in den nächsten Jahren bleiben, wie Würth mit dem Hinweis auf die Finanzplanung für die nächsten fünf Jahre sagt.

Plus und minus

Doch heute geht es vor allem um die Rechnung 2011. Für Würth ist das Ergebnis fast eine «Ziellandung». Denn einerseits schlage sich der nicht budgetierte Buchgewinn der Kleestrasse in der Höhe von 264 000 Franken positiv in der Rechnung nieder. Anderseits seien die Grundstückgewinnsteuern um 416 000 Franken höher ausgefallen als erwartet.

Es gab aber nicht nur Mehreinnahmen. An Einkommens- und Vermögenssteuern gingen 368 000 Franken weniger ein als budgetiert. Dazu sagt Thomas Würth: «Wir haben mit einer Zunahme von 3,5 Prozent gerechnet, das war wohl etwas zu optimistisch.» Das wird Würth im kommenden Jahr wohl nicht mehr feststellen müssen. Denn für das Jahr 2012 geht der Gemeinderat mit einer Zunahme der einfachen Steuer von 1,6 Prozent aus.

Würth betont aber auch, dass vor allem Einsparungen zu der Besserstellung beigetragen hätten. Und dazu hat auch die Schule beigetragen (siehe Text «Die Schule geht neue Wege»). Minderaufwendungen konnten aber auch in den Konten «Verkehr» (190 000 Franken) und «Umwelt, Raumordnung» (111 000 Franken) verbucht werden.

Was geschieht mit dem Gewinn von 655 778 Franken? Der Gemeinderat beantragt, 398 479 Franken für zusätzliche Abschreiben zu verwenden. 257 299 Franken sollen dem Eigenkapital zugewiesen werden, das sich damit auf 3,8 Millionen Franken erhöht. Im vergangenen Jahr konnten dem Eigenkapital 800 000 Franken zugewiesen werden. Würth sagt: «Das Eigenkapital soll nicht unendlich aufgestockt werden. Aber es soll gewisse Schwankungen auffangen können.

Steuerfuss bleibt unverändert

Dies könnte bereits im kommenden Jahr der Fall sein, denn der Gemeinderat rechnet für 2012 mit einem Defizit von 420 000 Franken. Das Budget 2012 bezeichnet Würth als «an sich gut» und verweist auf die Lastenverschiebungen vom Kanton zu den Gemeinden, die sich in der Goldacher Rechnung 2012 mit 410 000 Franken bemerkbar machen werden. Und auch die neue Behörde für Kinder- und Erwachsenenschutzrecht tauche erstmals auf der Ausgabenseite auf, und zwar mit 170 000 Franken.

Das Budget 2012 basiert auf einem unveränderten Steuerfuss von 114 Prozent. Auch die Grundsteuer von 0,4 Promille soll nach dem Willen des Gemeinderates unverändert bleiben.

Schliesslich noch ein Wort zu den Investitionen. Von den 3,5 Millionen Franken budgetierten Investitionen wurden 2011 lediglich 2,2 Millionen ausgegeben. Für 2012 sollen 3,7 Millionen Franken investiert werden, wobei der grösste Brocken, nämlich knapp 2,5 Millionen, auf Ausgaben für den Strassenunterhalt entfällt.





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