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Tagblatt Online, 21. Februar 2012 01:07:00

In hundert Jahren gewachsen – in einem Tag zerlegt

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(Bild: Rudolf Hirtl)

 

RORSCHACH. An die mächtigen Ulmen bei der Bellevue-Barriere erinnern seit gestern nur noch zwei Baumstümpfe. Heute geht es auch diesen an den Kragen. Eine Spezialfirma aus Steinach fräst sie samt Wurzelwerk aus dem Boden. Das Trottoir, das durch die Wurzeln der Bäume aufgeworfen wurde und vom Kanton in diesem Bereich seit Januar 2010 aus Sicherheitsgründen gesperrt war, wird danach provisorisch ausgeebnet und im Frühling mit einem definitiven Belag versehen. Der Kanton wollte die kranken Ulmen bereits vor zwei Jahren fällen, was der Stadtrat jedoch ablehnte. Nun konnte aber nicht mehr länger zugewartet werden. Laut Franz Fuchs von der gleichnamigen Spezialholzerei aus Rorschacherberg hat sich der Befall der Bäume mit der Ulmenwelke bei den Fällarbeiten bestätigt. Die rund 100 Jahre alten und gegen 30 Meter hohen Bäume wurden gestern Ast für Ast zerlegt und vor Ort mit einem Schredder, der bis zu 55 Zentimeter dicke Stämme «schluckt», in Holzschnitzel verwandelt. Eine Ersatzpflanzung wird laut Stadtrat an selber Stelle nach der Neugestaltung der Hauptstrasse erfolgen. (rtl)





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