Direkte Links und Access Keys:

Tagblatt Online, 22. Februar 2012 01:04:00

Neue Horstplätze für den Klapperstorch

Zoom

Freuen sich über die neuen Horstplätze (von links) Köbi Kuster, Roger Spirig, Peter Thurnheer, Hanspeter Scherrer, Roland Wälter, Roger Dietsche, Reto Zingg und Fredi Spirig. (Bild: Bilder: Susi Miara)

DIEPOLDSAU. Im Gebiet Nollen und am Alten Rhein in Diepoldsau wurden zwei neue Horstplätze erstellt. Der Verein Rheintaler Storch konnte somit sein Angebot für den Weissstorch beidseits des Rheins auf 77 Horstplattformen erhöhen.

SUSI MIARA

Gestern war am Alten Rhein der Bautrupp des Vereins Rheintaler Storch unterwegs. Für die Mitarbeiter galt es, zwei neue Masthorste aufzustellen. Für Gemeindepräsident Roland Wälter ein freudiger Tag. «Ausser Diepoldsau haben bereits alle Nachbargemeinden Storchenhorste», so Wälter. Bei einem Rundgang mit dem «Storchenvater» Reto Zingg konnten jetzt auch auf seinem Gemeindegebiet ideale Standorte gefunden werden.

Wichtige Brückenfunktion

Reto Zingg, Präsident des Vereins Rheintaler Storch, freute sich, dass mit den zwei neuen Horstplätzen im ganzen Alpenrheintal, zwischen der Region Sargans und dem Bodensee, 77 Horststellen stehen. Die «Insel» Diepoldsau habe für die Storchenpopulation eine wichtige Brückenfunktion. «Sie ist quasi das Bindeglied zwischen dem Bestand in der Vorarlberger Talebene und des St. Galler Rheintals.» Die Installation von Horststellen im Gebiet Nollen mache deshalb auch Sinn, weil der Böschachkanal revitalisiert wurde. «Die Gemeinde Diepoldsau kann als Pioniergemeinde auf dem Gebiet der Kanalerweiterungen und -aufwertungen bezeichnet werden», lobte Zingg.

Der Verein Rheintaler Storch habe zur Gemeinde Diepoldsau eine spezielle Beziehung. Bereits bei der Vereinsgründung 1991 habe Diepoldsau eine positive Rolle gespielt, und in späteren Jahren hätten sich immer wieder Vertreter der Gemeinde im Vorstand engagiert. Der Verein habe während über 20 Jahren neue Horstplätze geschaffen und sich dabei immer auch für die Lebensraumaufwertung eingesetzt. Nach den in den letzten Jahren wiederholt erfreulichen Bruterfolgen rechnet Reto Zingg in den nächsten Jahren mit steigendem Bruthorstbedarf. «In der Brutsaison 2011 waren von den 70 Horststellen 39 von Brutpaaren besetzt», sagt Zingg. Hinzu komme, dass man im Rheintal die Horste der Störche pflege wie sonst nirgendwo in der Schweiz, so Reto Zingg. Dabei kann er jedes Jahr auf die Hilfe der Diepoldsauer Kompanie der Feuerwehr Mittelrheintal zählen, die mittlerweile viel Erfahrung im Bau von Horstplattformen und deren Pflege hat. Letztes Jahr hat das Team um Köbi Kuster rund 320 Stunden für die Pflege und den Bau der Horstplätze aufgewendet. «Mit den zwei neuen Horstplätzen ist jetzt der Lebensraum der Störche ziemlich gut abgedeckt», freut sich Reto Zingg. Er wünsche sich, dass der Weissstorch auch in Diepoldsau bald heimisch werde.





Leser-Kommentare:
keine


Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden.

Kommentar schreiben

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!

Um Inhalte kommentieren zu können, müssen Sie eingeloggt sein.

Noch keinen Zugang? Jetzt kostenlos registrieren!

Anzeige:

Anzeige:

Anzeige:

Anzeige:

tagblatt.ch / ipad

iPad und E-Paper

facebook.com / tagblatt

 ...

Anzeige: