Tagblatt Online, 22. Februar 2012 01:04:00
Louisiana Red erleidet Schlaganfall
Al Jones (Mitte) tritt nun mit Peter Kraus (Drums, ganz links) sowie (von rechts) Thilo Kreitmeier (Sax) und Uwe Knüppel (Bass) auf; ausserdem stossen Eddie Taylor (Tenorsax) und Ludwig Seuss (Piano, Keyboard, Gesang) zur Band, weil Louisiana Red nicht dabei sein kann. (Bild: pd)
HEERBRUGG. Harter Schlag für die Blues- und Jazztage: Der berühmte Louisiana Red hat einen Schlaganfall erlitten und kann nicht kommen. Doch die Band um Al Jones hat flexibel umgestellt – und tritt trotzdem auf.
GERT BRUDERER
An zwei Abenden hintereinander ist auf Schloss Heerbrugg Blues und Jazz zu hören. Am Freitag, 30. März, spielt Sandy Patton aus Detroit; ihrem Tribut an Sammy Davis Jr. geht das Konzert der Vorarlberger Sängerin AJA mit ihrer Soul Group voraus. Am Samstag, 31. März, eröffnet die Schweizer Band Walt's Blues Box den Abend, danach spielt die Al Jones Bluesband. Entgegen der Ankündigung fehlt nun aber Louisiana Red. Der bekannte Musiker hat kurz vor seinem 80. Geburtstag einen Schlaganfall erlitten und kann deshalb in Heerbrugg nicht auftreten.
Neue Lösung gefunden
Für Kino-Theater-Betreiber Aldo Zäch, der die Blues- und Jazztage organisiert, war das eine Hiobsbotschaft. Aber das Bemühen um eine neue Lösung trug schliesslich Früchte.
Die für 31. März verpflichtete Band – immerhin der Hauptact des Abends – konnte so umgestellt werden, dass auch ohne Louisiana Red ein starker Auftritt in Aussicht steht. Neu dabei ist nicht nur der Amerikaner Eddie Taylor, der die Auftritte vieler R&B- und Bluesbands mit seinen Saxophon-Soli bereichert, sondern auch der Pianist und Akkordeon-Virtuose Ludwig Seuss, der unter anderem als festes Mitglied der Spider Murphy Gang tätig ist. Diese Münchner Formation feierte im Zuge der Neuen Deutschen Welle ihren grössten Hit: «Skandal im Sperrbezirk».
Al Jones: der Star
Die Organisatoren bedauern natürlich den Ausfall von Louisiana Red, sind aber überzeugt, nun eine starke Ersatzlösung anbieten zu können. Zudem ist ja nach wie vor Al Jones dabei – ein Ausnahmekönner, der seinen eigenen Stil entwickelt hat, aber den Wurzeln des Blues stark verbunden blieb. Jones arbeitete mit vielen internationalen Grössen des Blues zusammen, unter ihnen B. B. King, Johnny Winter sowie Brenda Bell.
Sollte jemand für den 31. März bereits eine Eintrittskarte gekauft haben und diese nun zurückgeben wollen, weil Louisiana Red nicht auftreten kann, besteht diese Möglichkeit bis inkl. Donnerstag, 15. März.
Wer sein Ticket behält, dürfte freilich auch unter den neuen Voraussetzungen einen besonderen Blues- und Jazz-Abend auf Schloss Heerbrugg erleben.
- Artikel empfehlen:









Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden.
Kommentar schreiben