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Tagblatt Online, 18. Februar 2012 10:29:00

Wehe, wenn sie losgeflogen

Wäspi Zoom

Die «Wäspi» beim Sticheln: Heidi Gemperle, Edith Rusterholz, Madeleine Grossmann und Trudi Weibel (von links). (Bild: Benjamin Manser)

GOSSAU. Fasnachtszeit ist «Wäspi»-Zeit: Die Gossauer Schnitzelbängglerinnen schwirren wieder durch die Beizen, setzen den einen oder anderen Stachel und spritzen «bissig-böses» Gift.

MARION LOHER

Sie tun es wieder, die «Wäspi». Ihren Stachel ausfahren und zustechen. Und sie treffen. Mitten ins Zwerchfell ihrer Zuhörer und Zuschauer. Schmerzhaft sind die Stiche nicht. Im Gegenteil. Sie lösen beim Publikum grosses Gelächter aus.

Es darf gelästert werden

Seit Mittwoch sind die vier Frauen der Gossauer Schnitzelbangg Wäspi unterwegs. In ihrem gelb-schwarzen Frack, mit der Fliege um den Hals und den Fühlern auf dem Kopf touren sie durch Restaurants, besuchen Altersheime und machen halt an Fasnachtsparties in Gossau und der Region. Überall hinterlassen die «Wäspi» ihre Spuren; einen Spritzer ihres gelb-schwarzen «bissig-bösen» Schnitzelbank-Gifts. Niemand ist vor ihnen sicher. Weder die lokale noch die nationale und internationale Classe Politique oder Prominenz. So bekommen unter anderem die beiden einheimischen Stadtparlamentarier Hanspeter Fröhlich (siehe Kasten) und Alfred Zahner ihr Fett weg. Letzterer für seinen Wunsch nach mehr Ruhe auf dem Friedhof. «Fredi, lo doch dene dune no de Gnuss, ä chli mitzlose am Läbe veruss». Und beim FC Gossau sticheln die Gelb-Schwarzen: «…Gossau isch zunderscht i de Tabelle, so chönd er di neu Tribüni nie bstelle». Gelästert wird auch über das «Triple B» (Blocher, Brunner und Baader) der SVP und die «Grand Dame des Chansons» Lys Assia, über die «SBB-Furz-Idee» für das Gepäck auf dem Sitz nebenan ein zusätzliches Billett zu kaufen und über den Fehltritt von Ex-IWF-Chef Strauss-Kahn.

Der Aufwand lohnt sich

Wochenlang haben sich die vier «Wäspi» – Edith Rusterholz, Madeleine Grossmann, Heidi Gemperle und Trudi Weibel – auf ihre Tour vorbereitet. Ein Aufwand, der sich gelohnt hat. Mit ihren frechen Sprüchen, flotten Liedern und wunderschön gezeichneten Helgen treffen sie den Nerv des Publikums.

Am Montag sind die «Wäspi» ab 18.57 Uhr in der «Sonne» in Gossau zu hören und zu sehen, am Dienstag in der Stadt St. Gallen




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