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Thurgauer Zeitung, 21. Februar 2013, 01:35 Uhr

Überbauung Tipper Tie auf Kurs

Tipper-Tie-Areal Zoom

Von der Firma Tipper Tie ist in Gossau nichts mehr zu sehen. Das Areal scheint bereit für eine Überbauung. Noch sind aber Hürden zu nehmen. (Bild: Coralie Wenger)

GOSSAU. Auf dem ehemaligen Tipper-Tie-Areal soll ein neues Wohnquartier entstehen. Die Einsprachen gegen die Planung sind bereinigt, jene zwei gegen das Baugesuch hingegen noch hängig.


Rund 23 000 Quadratmeter ist es gross, das ehemalige Tipper-Tie-Areal im Herzen der Stadt Gossau. Seit vergangenem Herbst sind sämtliche Gebäude der ehemaligen Maschinenfabrik Hoegger und nachmaliger Tipper Tie dem Erdboden gleichgemacht. Optisch scheint das Land bereit zu sein für eine neue Nutzung. Und zwar für jene als Wohnquartier. Die Implenia Management AG, die das Land erworben hat, möchte hier acht Gebäude mit Gewerberäumen und bis zu 130 Wohnungen bauen. Noch aber sind einige Hürden zu nehmen.

Teilzonenplan im Parlament

Das Gebiet zwischen Ring- und Flawilerstrasse befindet sich heute grösstenteils in der Gewerbe- und Industriezone. Damit hier künftig gewohnt und gearbeitet werden kann, muss das Land in die Wohn- und Gewerbezone umgezont werden. Den Teilzonenplan, der hierfür nötig ist, hat der Stadtrat zusammen mit den Grundeigentümern erarbeitet. Dieser wird dem Stadtparlament an der Sitzung Anfang März zum Erlass vorgelegt.

Geschützte Hecke wird ersetzt

In seinem Bericht und Antrag an das Parlament schreibt der Stadtrat, dass das an der Einmündung Flawiler-/Ringstrasse stehende Gehölz die «angestrebte städtebauliche Struktur einschränken würde». Die Gehölzgruppe gilt aber als geschützte Hecke. Mit der Umzonung werde dieser Schutz aufgehoben. «Die qualitativ hochwertige Gestaltung des Aussenbereichs der Überbauung wird dieses Gehölz jedoch gleichwertig ersetzen», heisst es im stadträtlichen Bericht.

Einsprachen eingegangen

Mit dem Teilzonenplan sind verschiedene andere Planunterlagen öffentlich aufgelegt worden, welche aber nicht durch das Parlament erlassen werden müssen. Dazu zählen unter anderem der Gestaltungsplan für das ehemalige Firmenareal sowie der Überbauungsplan für Liegenschaften an der Flawilerstrasse. Gegen den Teilzonenplan sind während der Auflagefrist keine Einsprachen eingegangen. Gegen die Planung und das gleichzeitig eingereichte Baugesuch hingegen schon. Wie die Stadtkanzlei in einer Mitteilung schreibt, seien die Einsprachen gegen die Planung mittlerweile «weitgehend bereinigt». Noch hängig aber seien zwei Einsprachen gegen das Bauprojekt.

Unten arbeiten, oben wohnen

Wohnen und arbeiten – das soll am Bach bald möglich sein. Entlang der Ringstrasse sind gemäss Projektbeschrieb drei grosse Längsbauten geplant, die im Erdgeschoss Platz für Büros und Dienstleistungsbetriebe bieten und in den Obergeschossen für Wohnungen. Südlich davon sind fünf Mehrfamilienhäuser im gehobenen Wohnstandard vorgesehen. (sk/lom)



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