Vier Essensstände beanstandet

AUSWERTUNG ⋅ Das Laboratorium des Kantons Thurgau hat in diesem Jahr Proben bei den Essensständen auf dem Gelände des Open Air Frauenfeld genommen und ausgewertet. Von insgesamt 20 Proben mussten vier beanstandet werden.
17. Juli 2017, 15:26
Unter erschwerten Bedingungen bieten verschiedene Stände am Open Air Frauenfeld Essen aus aller Welt an – Pizza, Pasta, Burger, asiatische Gerichte, Schweizer Spezialitäten – sie alle dürfen nicht fehlen. Doch die Qualität der Speisen muss auch an einem Grossanlass wie dem Hip-Hop-Festival stimmen. Deshalb waren dieses Jahr zwei Inspektoren des Kantonalen Laboratoriums auf dem Gelände auf der Grossen Allmend unterwegs und haben insgesamt 20 Proben bei den Essenständen genommen.
 

Keine einfachen Bedingungen bei über 35 Grad Celsius

«Die Probenahme lief problemlos ab. Viele der Standbetreiber sind Profis, die kennen das Prozedere», sagt Davide Degiorgi, der stellvertretende Leiter des Kantonalen Laboratoriums, gemäss einer Medienmitteilung des Kantons. Bei über 35 Grad eine schweisstreibende Arbeit für die Inspektoren und schwierige Verhältnisse für die Standbetreiber, um die Kühlkette der Speisen zu gewährleisten.

 
Die gesammelten Proben wurden direkt nach der Entnahme im Kantonalen Labor in Frauenfeld angesetzt. Drei Tage später konnten sie ausgewertet werden. «Von den 20 Proben, die unsere Inspektoren genommen haben, gab es bei vieren Überschreitungen der mikrobiologischen Richtwerte. Die entsprechenden Standbetreiber haben wir bereits informiert», wird Alexandra Dostal, Leiterin Abteilung Mikrobiologie, in der Mitteilung zitiert. Diese müssen nun schriftlich Stellung nehmen, wie es zur mangelhaften Probe kommen konnte und was sie künftig verbessern werden, damit dies nicht wieder vorkommt. Die Experten des kantonalen Labors werden auch in Zukunft ein Auge darauf haben.
 

Keine Gefahr für Openairgänger

Trotz einer Quote von 20 Prozent ungenügender Proben stellt das Labor dem Open Air Frauenfeld kein schlechtes Zeugnis aus. «Aufgrund der sehr hohen Temperaturen hätte es durchaus eine höhere Quote ungenügender Proben geben können», so Dostal und ergänzt: «Für die Openairbesucherinnen und -besucher waren die Speisen nicht gesundheitsgefährdend, da muss man sich keine Sorgen machen. Beim Kühlen der Speisen besteht bei den Standbetreibern aber noch Luft nach oben.» (red)

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