Genossenschaften dienen nicht nur dem Aktionär

Genossenschaften haben als unternehmerische Plattform durchaus Zukunft, so der Tenor am Thurgauer Raiffeisen-Apéro.
11. September 2012, 10:17
MARTIN SINZIG

KREUZLINGEN. Der Raiffeisen-Apéro hat seit Jahren einen festen Platz im Kalender des Thurgauer Verbands der Raiffeisenbanken (TVRB). 150 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Behörden- und Bankenkreisen trafen sich in Kreuzlingen, darunter auch Nationalratspräsident Hansjörg Walter.

Der thematische Schwerpunkt passte gut zu den Raiffeisenbanken. Konkret ging es um die Frage, ob die Rechtsform der Genossenschaft ein alter Zopf oder Zukunftsmodell sei. «Haben Genossenschaften im heutigen Umfeld genügend Handlungsspielraum, sind wir schnell genug», eröffnete TVRB-Präsident Urs Schneider. Genossenschaften seien in der Vergangenheit meist aus einer Not entstanden und hätten nach wie vor ihre Berechtigung, so Franco Taisch, Professor an der Universität Luzern und dort Leiter des Kompetenzzentrums Genossenschaftswesen. Als unternehmerische Plattform diene diese Rechtsform allen Anspruchsgruppen und nicht nur dem Aktionär.,

Die Genossenschaft sei kein Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck, bekräftigte Giatgen Peder Fontana, Verwaltungsratspräsident der Mobility-Genossenschaft. Die Paneldiskussion bereicherten Thomas Held, Direktor der Denkfabrik Avenir Suisse, und Nicolo Paganini, Direktor der als Genossenschaft organisierten Olma Messen St. Gallen.


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