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SVP verzichtet auf zweiten Kandidaten

Podium StÅ nderatswahlen Zoom

Die SVP will Max Vögeli (FDP) beim zweiten Wahlgang unterstützen. (Bild: Reto Martin)

FRAUENFELD. Die SVP Thurgau begnügt sich mit einem Ständeratssitz und schickt keinen Kandidaten in den zweiten Wahlgang. Stattdessen unterstützt die Volkspartei Max Vögeli von der FDP.

Dieser Entscheid sei parteipolitisch, sagte Parteipräsident Walter Marty am Mittwochabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Weil die FDP am Sonntag ihren Nationalratssitz an die Grünliberalen verloren hat, wäre sie nicht mehr im eidgenössischen Parlament vertreten. «Das finden wir nicht gut», sagte Marty.

Der Entscheid sei nicht gegen Brigitte Häberli-Koller, Kandidatin der CVP und wiedergewählte Nationalrätin, gerichtet. Den Entscheid gefällt hat der SVP-Kantonalvorstand am Mittwochabend. Die Delegiertenversammlung hatte der Parteileitung bereits im September die Kompetenz dazu gegeben.

SVP-Vertreter wollten mehr
Nachdem Roland Eberle (SVP) am Sonntag die Wahl in den Ständerat mit einem guten Resultat geschafft hatte, verlangten verschiedene SVP-Vertreter, dass die wählerstärkste Thurgauer Partei einen weiteren Kandidaten in den zweiten Wahlgang schicken solle. Auch Toni Brunner, Präsident der SVP Schweiz, hatte dazu ermuntert.

Eine weitere SVP-Kandidatur wäre laut den SVP-Bezirkspräsidenten jedoch zu vermessen gewesen und hätte zu einer Retourkutsche bei den Grossratswahlen führen können. Die SVP Thurgau besetzt drei Nationalratssitze und einen Ständeratssitz - die Hälfte aller Mandate. Der Wähleranteil beträgt 38,7 Prozent.

Häberli gegen Vögeli
Am 13. November kommt es also zum Zweikampf zwischen Brigitte Häberli-Koller von der CVP und Max Vögeli von der FDP. SP und Grüne treten nicht zum zweiten Wahlgang an, wie beide Parteien am Montag entschieden haben.

Bereits am Sonntag entschied die CVP, ihre wiedergewählte Nationalrätin in den zweiten Wahlgang für den Ständerat zu schicken. Häberli-Koller lag an erster Stelle der Nichtgewählten. FDP-Mann Max Vögeli landete auf dem Platz nach ihr. (sda)



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