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Neue Zürcher Zeitung, 06. Februar 2012 07:22:00

Wieder spielen

Der Berner Oberländer Stefan Glarner nimmt im FC Zürich neuen Anlauf

Neu im FC Zürich: Stefan Glarner. Zoom

Neu im FC Zürich: Stefan Glarner. (Bild: Keystone / Della Bella)

Man kann sich gut vorstellen, wie der Berner Oberländer Stefan Glarner als Bub in Meiringen frisch, frech und froh in der Natur herumtobte oder dem Ball hinterherjagte. Seine Backen leuchten, der Blick ist offen, die abstehenden Ohren sind umwerfend charmant.

Stephan Ramming

Stefan Glarner steht im Medienraum des Letzigrunds, gerade hat er für die Fotografen mit professionellem Lächeln das Leibchen mit der Nummer 6 in die Luft gehoben und gibt nun Auskunft über das Befinden bei seinem neuen Arbeitgeber FC Zürich.

Nach den üblichen Standardsätzen über den «Stolz, bei einem so renommierten Klub spielen zu dürfen» und wie er «hervorragend aufgenommen» worden sei, kommt die Rede auf sein halbes Jahr im FC Sion. Glarner war einer der sechs Spieler, die im Sommer ins Wallis wechselten und so zur Ursache für das juristische Hickhack wurden, das im 36-Punkte-Abzug das vorläufige Ende fand.

Glarner wird es etwas unwohl. Immerhin stand seine Unterschrift in jener zivilgerichtlichen Klage, welche die Affäre zum Eskalieren brachte. «Man hat uns alles erklärt damals, es war die einzige Möglichkeit, dass ich vielleicht doch spielen kann», sagt Glarner. Daraus wurde nichts, er habe dafür «mental viel gelernt» im Wallis.

Der 24-Jährige hatte nach sechs Saisons im FC Thun eine «Luftveränderung» gesucht, nun hofft er, dass ihm die Luft in Zürich besser bekommt als diejenige im Wallis. «Eine wertvolle Verstärkung, die der Mannschaft guttun wird», sagt der FCZ-Sportchef Fredy Bickel und spendet schon einmal Kredit für die Zukunft.

In Luzern spielte Stefab Glarner am Samstag als linker Aussenverteidiger, weil Magnin verletzt ist. Glarners Leistung war diskret. Aber man sah, wie sehr er sich freut, wieder spielen und dem Ball hinterherjagen zu dürfen. Wie in Thun, wie in Meiringen, wie früher.





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