NZZ Online, 22. Februar 2012 10:54:00
Tévez sagt sorry
Der Stürmer von Manchester City gibt sich nach seiner Rückkehr geläutert
Carlos Tévez bei seiner Rückkehr am Flughafren von Manchester (Bild: Reuters)
Carlos Tévez hat sich bei Manchester City entschuldigt. Auch seine Beschwerde gegen die Geldstrafe zieht der argentinische Nationalspieler zurück. Nun steht er nach einem fünfmonatigen Possenspiel vor der Rückkehr zum Premier-League-Leader.
wan.«Ich möchte mich aufrichtig und uneingeschränkt bei allen entschuldigen, die ich enttäuscht habe und denen mein Handeln in den vergangenen Monaten Ärger bereitet hat», so lässt sich Carlos Tévez auf der Homepage des Premier-League-Klubs zitieren. Ihm sei darüber hinaus daran gelegen, sich nun wieder auf das «Fussballspielen für Manchester City zu konzentrieren».
Der skandalumwitterte Profi zog gleichzeitig seine Beschwerde gegen die jüngste vom Klub verhängte Geldstrafe zurück. Manchester City hatte Tévez wegen «groben Fehlverhaltens» eine Strafe von umgerechnet 1,7 Millionen Franken auferlegt.
Der 28-jährige Argentinier war erst am vergangenen Dienstag aus seiner Heimat nach England zurückgekehrt. Seine dreimonatige Abwesenheit war nicht genehmigt. Zu seiner Rückkehr könnte beigetragen haben, dass City-Coach Roberto Mancini dem Stürmer eine Begnadigung in Aussicht gestellt hatte.
Mancini hatte allerdings eine Entschuldigung gefordert und angekündigt: «Ich werde immer seine Hand schütteln und vergebe allen Menschen.» Der Italiener hatte betont, dass «der Klub kein Problem mit ihm (Tévez) habe, es hängt an ihm.» Gemäss Klubangaben soll Tévez nun mit einem speziell auf ihn abgestimmten Trainingsprogramm «optimale Fitness» wiedererlangen.
Tévez hat seit September letzten Jahres kein Spiel mehr für ManCity absolviert. Der schon länger schwärende Konflikt mit Coach Mancini kulminierte, als sich Tévez im Champions-League-Spiel beim FC Bayern geweigert hatte, sich einwechseln zu lassen.
Im November war er ohne Erlaubnis des Klubs nach Argentinien gereist. Seine Pläne, ManCity im Winter zu verlassen, scheiterten. Zwar gab es Verhandlungen mit Klubs wie der AC Milan, Inter und Paris Saint-Germain, zur Vertragsunterschrift kam es jedoch nicht.
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