Hühnerhaut im Hallenstadion

24. August 2015, 02:40
Dieter Langhart

Was für eine Stimme! Etta Scollo, wie Pippo Pollina aus Sizilien stammend, singt mit ihm zwei Lieder im Duett, und 7000 Zuhörerinnen (Frauen sind in der Mehrheit) bekommen Hühnerhaut. Pippo hat uns alle ins Zürcher Hallenstadion eingeladen zum «Grande Finale» seiner «Appartenenza»-Tour, hat uns davor immer wieder geschrieben, welche alten und neuen Freunde mit ihm singen werden, bevor er zwei Jahre Konzertpause einlegt. Eine traumwandlerisch sichere Band, und das Kammerorchester Musica Viva samt Palermo Acoustic Quintet hat sie begleitet.

Gekommen sind sie alle, bis auf Franco Battiato und Konstantin Wecker (wie doch seine «Questa nuova realtà» fehlte): Gigi Moto und der Blueser Stefan Stoppok; Giovanni Impastato für «Centopassi» (über die Ermordung seines Bruders Peppino) und die Cellistin Stefania Verità für «Adesso che»; Büne Huber und Linard Bardill; der Mailänder Eugenio Finardi und die Münchner Schmidbauer & Kälberer – bei «Camminando» kurz vor Mitternacht erhebt sich das ganze Stadion.

Hühnerhaut bekommen wir auch bei einer rauchigen Männerstimme und überraschenden deutschen Texten: Pippo begleitet seinen Sohn Faber. Und er begleitet seine Tochter Madlaina, die zart und englisch singt und dann «Come è bella la luna» mit dem legendären Giorgio Conte.

Der kleine grosse Pippo hat uns alle tief berührt. Grazie.


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