Freigelassener US-Student ist tot

NORDKOREA ⋅ Vor wenigen Tagen liess Nordkorea den amerikanischen Studenten Otto Frederick Warmbier frei - aus humanitären Gründen, wie es hiess. Nun ist der junge Mann tot.
19. Juni 2017, 23:00
Das teilte seine Familie laut US-Medienberichten mit. Warmbier war erst vor wenigen Tagen freigelassen worden und in die USA zurückgekehrt. Dort wurden schwere neurologische Verletzungen diagnostiziert - Ärzte hielten fest, Warmbier habe in allen Bereichen seines Gehirns grossflächige Schäden davongetragen.

Mit Verweis auf Geheimdienst-Informationen gab ein hochrangiger amerikanischer Beamter zu Protokoll, Warmbier sei während der Haft in Nordkorea geschlagen worden. Von nordkoreanischer Seite indes war verlautet, Warmbier habe im vergangenen Frühling eine Lebensmittelvergiftung erlitten.

Otto Frederick Warmbier war Anfang 2016 am Flughafen von Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang verhaftet worden. Er soll versucht haben, in seinem Hotel ein Propagandaplakat zu stehlen. Kurze Zeit später wurde Warmbier zu 15 Jahren Gefängnis mit Zwangsarbeit verurteilt. (red.)

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