Ausgezeichnete Finanzen

Von Thomas Wunderlin. Aktualisiert am 22.10.2009
Frauenfeld hat den besten Schatzmeister der Schweizer Kantonshauptorte. In einem finanzwissenschaftlichen Vergleich erreicht Frauenfeld Rang eins für die gute finanzielle Verfassung und die solide Haushaltsführung.
topelement Stadtammann Carlo Parolari hat die Frauenfelder Finanzen im Griff.
Luzern – Der Frauenfelder Stadtammann Carlo Parolari ist gestern in Luzern zum besten Schatzmeister der Schweizer Kantonshauptorte gekürt worden. Frauenfeld verfügt über die beste Finanzpolitik in einem Vergleich unter 20 Schweizer Städten. Das ergibt eine Studie der Westschweizer Wirtschaftszeitschrift Bilan und des Lausanner finanzwissenschaftlichen Instituts Idheap (Institut de hautes études en administration publique).

Acht Kriterien

Der Thurgauer Kantonshauptort erhielt die Gesamtnote von 5,58, gefolgt von Biel und Schaffhausen mit je 5,54. Bewertet wurden acht Kriterien. Frauenfeld erreichte bei vier davon die Bestnote 6: hoher Selbstfinanzierungsgrad, wenige neue Schulden, geringer Steueranteil für Schuldzinsen, Beherrschung der laufenden Ausgaben. Gute Noten gab es auch bei den Kriterien Deckung des laufenden Aufwands und angemessene Investitionsanstrengung. Eine Note 4,7 gab es für die durchschnittliche Schuldzinsbelastung. Ein Ungenügend, nämlich eine Note 3,1 gab es für die Genauigkeit der Steuerprognose.

Thurgau auf Rang 20

Für die 26 Kantone gab es eine separate Rangliste. Da lagen Nidwalden und Luzern vorn, was wohl der Grund war, weshalb die Resultate in Luzern präsentiert wurden. Der Thurgau landete mit einer Gesamtnote von 4,56 auf Platz 20. Er hatte schlechte Noten bei der Beherrschung der laufenden Ausgaben und der Steuerprognose.

(ThurgauerZeitung)

Erstellt: 22.10.2009, 07:15 Uhr

Artikel zum Thema

Interaktiv

Weitere Artikel Thurgau