Nach dem Urteil: Der Mossad-Agent verlässt den Gerichtssaal.
Die Behörden in Dubai beschuldigen den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad des Mordes am Hamas-Führer Mahmud al- Mabhuh, der am 20. Januar tot in einem Luxushotel in dem Emirat aufgefunden worden war. Mehr als 20 Verdächtige sollen mit Pässen westlicher Staaten in das Emirat eingereist sein. Israel wies die Vorwürfe stets zurück.
Per Interpol gesucht
Der von Deutschland gesuchte Mann war am 4. Juni in Warschau festgenommen worden. Zwei Tage später wurde eine 40-tägige Untersuchungshaft angeordnet. Gemäss einem Bericht des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» soll der Mann für den Mossad in Deutschland aktiv geworden und deshalb von deutschen Ermittlern per Interpol zur Fahndung ausgeschrieben worden sein.
Der zuständige polnische Richter betonte, der Entscheid sage nichts darüber aus, ob der Verdächtige das ihm zur Last gelegte Vergehen wirklich begangen habe. Das Gericht habe lediglich geprüft, ob die formalen Anforderungen für eine Auslieferung erfüllt seien.
(jak/sda)