Tagblatt Online, 13. Dezember 2010 14:44:39
Politik soll über das Jahr der Biodiversität hinaus aktiv bleiben
Hochmoor in Rothenturm. (Bild: Archivbild: Keystone)
BERN. Die im Jahr der Biodiversität lancierten Aktionen sollen über 2010 hinaus Wirkung entfalten. Dies verlangt eine von rund 28'000 Personen unterzeichnete Petition von Pro Natura und des Schweizer Vogelschutzes/BirdLife Schweiz, die am Montag in Bern den Bundesstellen überreicht wurde.
Die Petition fordert bedeutend mehr Mittel für die Sicherung und die Förderung der Lebensgrundlagen sowie eine griffige Biodiversitätsstrategie. Mit dem Ende des Internationalen Jahres der Biodiversität fange die Arbeit für die Politik erst richtig an, teilten die beiden Naturschutzorganisationen mit.
Für den Schutz der natürlichen Lebensräume stelle die Politik viel zu wenig Geld zur Verfügung, meinen die Organisationen mit Blick auf eine Studie.
Obwohl die Auen, Moore, Trockenwiesen und -weiden sowie Amphibienlaichgebiete von nationaler Bedeutung gesetzlich geschützt sind, verschlechtere sich deren Zustand laufend.
Doch statt die nötigen Mittel zu sprechen, wolle der Bund im Naturschutz sparen. Es fehle nicht allein an Geld, es brauche auch dringend Personal beim Bund und in den kantonalen Fachstellen, damit die Schweiz ihre eigenen gesetzlichen Vorgaben im Naturschutz einhalten könne, wird in der Mitteilung festgestellt.
Die Petition wurde auch vom WWF Schweiz, Mountain Wilderness, der Verein Alpen-Initiative, dem Rheinaubund, Bio Suisse und der Kleinbauern-Vereinigung unterstützt. (sda)
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