Heisse Musik: Japan macht Druck auf Apple

Nachdem mehrere Musikspieler des Typs iPod Nano Feuer gefangen haben, fordert Tokio Apple nun auf, Massnahmen zu ergreifen.

Das japanische Wirtschaftsministerium spricht von 27 Fällen, bei denen sich die iPod-Nano-Akkus überhitzten.

Das japanische Wirtschaftsministerium spricht von 27 Fällen, bei denen sich die iPod-Nano-Akkus überhitzten.
Bild: Keystone

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Der Konzern müsse darlegen, wie er mit den Unfällen beim iPod Nano umgehen will, erklärte das japanische Wirtschaftsministerium am Donnerstag. Bekannt sind dem Ministerium zufolge mindestens 27 Fälle, in denen der Musikspieler sich beim Laden des Akkus überhitzte. In sechs Fällen habe die Feuerwehr anrücken müssen.

Warnungen oder Rückruf

«Das Ministerium hat Apple (AAPL 250.05 -0.11%) mehrfach aufgefordert, Massnahmen zu ergreifen, etwa Warnungen oder einen Produktrückruf», sagte ein Beamter. Apple sei dem aber nicht nachgekommen. Das Unternehmen solle nun nicht nur Unfälle in Japan mitteilen, sondern auch in anderen Staaten.

Erinnerungen an Europa

Ähnliche Vorfälle ereigneten sich 2009 auch in Europa. Der spektakulärste Fall passierte im vergangenen Sommer in Grossbritannien. Apple bot laut der«Times» einer englischen Familie, deren iPod explodiert war, eine Entschädigung an - aber nur, wenn sie nicht über den Fall sprechen würde. Käufer Ken Stanborough ging allerdings nicht auf das Angebot ein. (rek/sda)

Erstellt: 29.07.2010, 14:03 Uhr

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