Wo man in zwei Wochen legal koksen kann

In Tschechien wird der Besitz von Drogen in «geringfügigen Mengen für den Eigengebrauch» künftig nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden. Die Menge ist genau definiert.

15 Gramm Marihuana oder 4 Ecstasy-Pillen sind bald erlaubt: Prag mit der Karlsbrücke.

15 Gramm Marihuana oder 4 Ecstasy-Pillen sind bald erlaubt: Prag mit der Karlsbrücke.
Bild: Keystone

Wie die Nachrichtenagentur CTK berichtet, legte die Regierung in Prag entsprechende Höchstgrenzen fest. So sollen beispielsweise 15 Gramm Marihuana, vier Ecstasy-Pillen oder ein Gramm Kokain erlaubt sein. Auch Rauschmittel wie Heroin, Amphetamine oder Halluzinogene sind in der neuen Tabelle enthalten. Die Regelung soll ab 1. Januar gelten.

Drogenbesitz für den Eigenbedarf wurde in Tschechien schon bisher selten kriminalisiert. Die internen Richtlinien der Polizei waren aber nicht öffentlich bekannt.

Die neuen Bestimmungen orientieren sich an Gerichtsentscheidungen und einer Empfehlung des Justizministeriums, hiess es. Nach Untersuchungen der EU greifen tschechische Jugendliche häufiger zu Rauschmitteln als der europäische Durchschnitt, neben Alkohol auch zu Marihuana. (bru)

Erstellt: 16.12.2009, 09:47 Uhr

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4 KOMMENTARE

Jüge Diener

16.12.2009, 17:48 Uhr

@karabulut: aber sie ziehen sich aus dem Drogengeschäft zurück und das bringt nur Vorteile, nicht mehr diesen Dreckstoff kaufen zu müssen, überhöhte Preise zu zahlen, etc etc! Ich würde meinen Stoff sofort beim Staat kaufen, kann aber leider nicht, da nicht möglich, also muss ich zum Dealer der sich damit ein gutes Leben macht, keine Steuern zahlt und sich ins Fäustchen lacht.


Chris Roomli

16.12.2009, 13:23 Uhr

in den niederlanden ist nach der "liberalisierung" der drogenkonsum der heimischen bevölkerung MASSIV zurückgegangen. allerdings sind dann die drogen-touris gekommen..


mustafa karabulut

16.12.2009, 11:45 Uhr

@ Nadine Wenn der Staat zum Drogendealer wird, heisst das nicht dass die Mafia sich auflöst und alle Gangster auf einmal rehabiliert sind. Die werden schnell ein neues Geschäft finden. Meiner Meinung nach fördert das nur den Komsum.


Nadine Binsberger

16.12.2009, 10:36 Uhr

Drogen sind übel. Aber das ist ein vernünftiger Entscheid. Jedoch geht er noch zuwenig weit. Die Knappheit bleibt aufrecht erhalten, was die Gewinne der Drogenmafia aufrecht erhält. Die ganze Produktion und Verteilung sollte aber der Mafia aus den Händen genommen und staatlich kontrolliert sein. Der Schwarzmarkt mit all seinen negativen Aspekten muss bekämpft werden, nicht der Konsument.




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