Verhaftungsquoten und Dienste für russische Mafiosi
Aktualisiert am 02.02.2010 7 Kommentare
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Fünf namentlich zitierte Polizisten beschuldigten ihre Vorgesetzten, sie müssten Mitglieder der Mafia schützen und Verhaftungsquoten erfüllen, wie das russische Magazin «The New Times» am Montag berichtete. Die Einheit wird bei Demonstrationen eingesetzt.
Insgesamt knapp ein Dutzend Angehörige der Spezialeinheit Omon wandten sich mit ihrer Kritik nicht nur an den russischen Präsidenten Dmitri Medwedew, sondern auch an die Moskauer Staatsanwaltschaft, wie das oppositionelle Magazin berichtete. Eine Antwort hätten die Elitepolizisten von den offiziellen Stellen nicht erhalten, weshalb sie sich nun über die Medien an die Öffentlichkeit wenden würden.
Eskorte für kriminelle Transporte
Fünf Elitepolizisten beschuldigten dem Bericht zufolge unter anderem den Leiter ihrer Einheit, Sergej Ewtikow, dieser verlange die Erfüllung bestimmter Verhaftungsquoten oder drohe mit der Streichung von Prämien. Von Vorgesetzten würden sie angewiesen, illegale Warentransporte zu begleiten. Ihnen sei gesagt worden, Polizisten seien «Sklaven» und müssten tun, was ihnen befohlen werde. Auch würden Polizisten der Einheit mit der Bewachung von Prostituierten Geld verdienen.
Die Polizei bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, eine «entsprechende Beschwerde» erhalten zu haben. Diese müsse nun überprüft werden, sagte ein Sprecher. Eine Polizeisprecherin sagte, in ähnlichen Fällen hätten die Vorwürfe nicht bestätigt werden können, «die eindeutig beleidigender Natur» seien.
Elitetruppe gegen Demonstrationen
Die Spezialeinheit, der rund 2000 Polizisten angehören, ist unter anderem für die Unterbindung unerlaubter Demonstrationen in der russischen Hauptstadt zuständig. Sie gilt in der Regel als besonders loyal gegenüber den staatlichen Behörden.
In den vergangenen Monaten waren in Russland zahlreiche Polizeiskandale aufgedeckt worden; zum Teil kam es dabei auch zu Todesfällen. Regierungschef Medwedew forderte Ende 2009 deswegen eine Reform des Polizeisystems. (raa/sda)
Erstellt: 02.02.2010, 11:00 Uhr
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7 KOMMENTARE
@ Herr Parpan: Dann müssten wir aber vor den Polizisten Angst haben die zu Verbrechern werden, wollen Sie das wirklich?
@Stefan Parpan: ich finde Ihren Vorschlag nicht so gut. Mit meinem schiefen Gesicht würde dafür ich nach 20h nicht mehr angstfrei durch Basel wandeln gehen können, zu prekär wäre die Befürchtung einer sofortigen Verhaftung ;-)
Stefan Parpan: Sie verniedlichen die Situation! Angenommen sie sind als Strassenkind kriminell geworden, nachdem sie infolge Missbrauchs das Heim verlassen haben. Allfällige Eltern, sofern sie nicht unehelich wären, sind infolge politischer Umtriebe verschollen oder durch Alkohol unmündig geworden. Man liest sie auf und steckt sie in ein Erziehungslager wo gilt "über Leichen oder selber eine von"!
Herr Tarnuzer. Ich befürchte dass meine Aussage den Nerv der Zeit trifft. Man braucht nur regelmässig die Kommentare hier im Forum zu lesen... Ich finde es mehr als beängstigend und beschämend, dass sehr viele Leute sich genau solch eine Welt wünschen aber dabei völlig vergessen, wie gut es uns eigentlich geht und, dass wir uns Probleme schaffen, die eigentlich keine sind.
@ Stefan Parpan. Guter Denkansatz. Ein schöneres Leben durch Polizeirepression. Bingo.
Schade haben wir bei uns in Basel nicht eine solche Polizei. Dann gebe es bestimmt keine Anti-WEF Demo mehr. Zucht und Ordnung würde herrschen. Man müsste keine Angst haben nach 20 Uhr durch Kleinbasel zu laufen. Man müsste auch keine Angst mehr haben vor Jugendlichen Gewalttätern, da diese ja viel härter angepackt werden! Das Leben wäre besser und schöner als heute.
Als unter Kaiser Willem noch die Zwoelfender des Uffz-Gorps des Aerars das Rueckgrat der Schutzpolizei bildeten, war noch die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung mit moeglichst wenigen Verhaftungen und anderem Papierkram Hauptziel. Heute ist in vielen Industriestaaten nicht mehr nur der Kriminaler mehr Rapportakkordsklave als ruhiger, aber bestimmter Hueter des Gewaltmonopols des Staates....





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